What´s up - Blog
Archiv



13. Mai 2008

Drehgenehmigung vom Dealer

Wir hatten schon von Charles erzählt und unserem abendlichen Besuch in der Favela Prazeres (Two shotguns and a view). Am Sonntag waren wir noch einmal dort, weil Charles uns seine Video Gruppe vorstellen wollte und selber einen Film drehen möchte über das Leben in den Favelas aus Sicht der Jugendlichen. Seine Idee finden wir klasse und wollen sie unterstützen. Bisher haben wir alles aus unserer europäischen Perspektive betrachtet. In Zukunft sollen Charles und sein Galera-Team ihre Bilder, ihre Wahrheit liefern. Unser Mini-workshop am Sonntag soll ihnen dabei helfen.


(v.l.n.r.) Charles, Igor, Henrique, Eliandro, Uli und Diogenes


Charles arbeitet seit 7 Jahren in der Favela Prazeres und seit zwei Jahren in der benachbarten Favela Julio Otoni. Der Sozialarbeiter „tanzt“ also in zwei Favelas. Wieso „tanzt“? Nun, Charles hat eine interessante Biographie. Er stammt aus dem Norden Brasiliens, kommt aus einer Familie mit 10 Kindern und ist nach Rio zugewandert. Er hat eine Banklehre gemacht und als Banker gearbeitet. Gleichzeitig ist er begeisterter Tänzer und mit seiner Tanzgruppe auch schon in München aufgetreten. Irgendwann hat er sich dann entschieden, die bürgerliche Karriere an den Nagel zu hängen und ist seitdem mit Herz und Seele Sozialarbeiter für Kinder und Jungendliche. Er will ihnen Alternativen zur normalen Favela-Karriere (Drogendealer, Putzfrau, Schuhputzer, Müllsammler an den Touristenstränden, etc.) aufzeigen.

Die kleinere Favela Julio Otoni (ca. 1000 Bewohner) ist im Moment ohne „Regierung“. Die lokalen Dealer sind verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. In der größeren Favela Prazeres (ca. 7000 Bewohner) ist die Macht der Dealer ungefährdet. Hier ist jede Aktivität abhängig von der Zustimmung der „Prinzipals“, wie Charles sie nennt. So war es selbstverständlich, dass Charles erst den obersten Boss um Erlaubnis fragen musste, bevor wir in die Favela durften.

Die brasilianische Gesellschaft hat die Menschen in den Elendsquartieren sich selbst überlassen. Es ist zwingend, dass sich dann „eigene“ Machtstrukturen herausbilden. „Economy, stupid“ würde Clinton jetzt sagen. D.h. konkret, dass natürlich die die Macht haben, die das meiste Geld haben, also die Drogendealer. Da ist es nur zu verständlich, dass viele Jugendliche lieber für Drogendealer arbeiten, als auf den staatlichen Mindestlohn von 260 Dollar im Monat angewiesen zu sein. Einen solchen potentiellen Arbeitgeber verrät man nicht! Für Charles ist die Arbeit in der Favela ein ständiger Drahtseilakt. Er will den Jugendlichen eine Alternative schmackhaft machen, darf aber die Macht der Gewehre, die Brutalität und Aggressivität der Machos mit Pistolen nicht wirklich in Frage stellen. So wirkte es schon grotesk, dass wir bei unseren Dreharbeiten in der Favela im Zusammenhang mit unserem „workshop“ für die Videogruppe, ständig unter Aufsicht waren und jede Einstellung von „Kontrolleuren“ abgenickt werden musste. Ein klares „No No“ waren Bilder vom „Umschlagplatz“ der Drogen mit Dealern und Gewehren. Als wir die Favela gerade verließen, bat der  „diensthabende“ Dealer höflich um eine Kopie des Materials...





11. Mai 2008

Muttertag-Special aus Rio

Gerade noch rechtzeitig zum Muttertag haben wir es geschafft, einen kurzen Film aus Rio mit unserem fliegenden Datenteppich auf unsere Webseite zu "beamen". Gelungen ist es nur, weil unser Mann für Bits und Bytes, Webman F., uns notorischen „lefthand-usern“ wieder mal mit all seinem Wissen, seiner Geduld und Hartnäckigkeit geholfen hat. Einigen Bits ist das ständige Komprimiert werden wohl nicht bekommen, so dass sie sich lieber im Nirwana des Netzes ausruhen, als für ein gestochen scharfes Bild zu sorgen. Aber wir versprechen, die findet Herr F. früher oder später.

Bei dem Muttertag Special geht es um das erklärte Lieblingsprojekt von Petra. Denn Frauen können so mutig und erfolgreich sein, wenn man ihre Kraft erkennt und sie unterstützt...

Aber schauen sie selbst!


Get the Flash Player to see this player.







10. Mai 2008

Vom Strand leben

Vorausschickend müssen wir sagen, dass wir nicht die vielleicht typischen Kindheits-Erfahrungen eines Sommerurlaubes in Malle oder Rimini haben. Umso faszinierter beobachten wir das Treiben am Strand von Ipanema. Nachdem wir wussten, dass der Mann von Cristiane (siehe blog über Cristiane vom 21. April 2008.) sein Geld mit dem Verkauf von Soft-Drinks an der Copacabana verdient, haben wir noch intensiver den Strand als „Job-Maschine“ gesehen.

Über die Trickbetrüger an der Promenade haben wir auch schon berichtet. Aber die sind wirklich nur eine verschwindend kleine Minderheit. Eine etwas größere Gruppe stellen die Leute dar, die all den Touristenkram verkaufen, der völlig überflüssig ist und beim nächsten Sperrmüll entsorgt oder gleich weiterverschenkt wird.

Das ist nicht die Job-Maschine, die wir meinen. Es sind die Menschen, die abends spät den Strand säubern. Die Angestellten der Stadtreinigung, aber auch die „selbständigen“ Sammler von Blechdosen und anderen Recyclingteilen. Es sind die „Unsichtbaren“, die dafür sorgen, dass immer genug Sonnenschirme, Strandliegen und mobile Duschen vorhanden sind. Die Logistik dahinter ist ausgefeilt: Wie aus dem Nichts sind immer gerade so viele Schirme da, wie nötig, just in time. Als Zwischenlager dienen alte VW-Bullys. Und natürlich kennen die Parkwächter am Boulevard die Fahrer und weisen ihnen morgens die logistisch besten Plätze zu. Nachdem für die Lage und den Sonnenschutz der Erholungssucher gesorgt ist, müssen die Grundbedürfnisse nach Essen und Trinken erfüllt werden. Für jedes denkbare Bedürfnis ist gesorgt. Selbst wenn man sich faultierartig kaum bewegt, es ist immer ein Verkäufer zur Stelle, der einem etwas vorbeibringt: Von kalorienreichen Chips über Grillspieße und Shrimps, Bier und Caipirinha -  alles wird mundfertig serviert.

Die Bewegungsfanatiker können sich auf diversen Volleyball- und Fußballfeldern austoben und gleichzeitig fachkundig coachen lassen. Mobile Massageliegen sind so häufig wie Überwachungsstationen der brasilianischen „Baywatcher“. Für die Sicherheit am Strand sorgen Polizisten in kurzen Hosen - bewaffnet mit einem fahrbaren „Golfwagen“ und einer Pistole. Andere Ordnungshüter fahren mit knatternden vierrädrigen Mopeds, auch Quads genannt, über den Strand. 

Apropos Lärm, es gibt jemanden, der fährt ständig die Promenade mit einem dreirädrigen Fahrrad auf und ab. Lautsprecher, die vorne im Gepäckteil aufgestellt sind, beschallen die Umgebung mit Schlagermusik. Auf dem Gepäckträger schnauft ein kleines Aggregat zur Stromerzeugung. Aber es gibt noch eine Steigerung, den „sprechenden Eiswagen“. Ein dreirädriges Gefährt, ein Mittelding zwischen Fahrrad und Schubkarre, das über Autobatterien Kraft für seine „akustische Umweltverschmutzung“ gewinnt. Die Firma Nestle sollte denjenigen, der diese mobile und akustische Nervensäge erfunden hat, dazu verdonnern, einmal selber einen Tag lang damit Eis zu verkaufen.

Für jedes Bedürfnis scheint gesorgt, nur nicht für das der Ruhe. Aber vielleicht entdeckt jemand bald diese Marktlücke und verkauft Ohrstöpsel?     






6. Mai 2008

Trees and Education Protect Rainforest in Brazil 

http://www.globalgiving.com/1911

http://www.agenciamandalla.org.br
Helciones zweite Chance?


Der Projektleiter Roberto Lamego hatte uns in Rio abgeholt und während der siebenstündigen Fahrt nach Valenca (geplant waren zwei, maximal drei Stunden) haben wir eine, nein mehrere Lektionen in brasilianischer Geschichte, Heimatkunde, Philosophie und Ökonomie erhalten. Am Ende der Fahrt und am Ende unseres Aufnahmevermögens wussten wir:
  • Der sog. Atlantische Regenwald wurde zu großen Teilen abgeholzt, um Anbaufläche für Kaffee zu gewinnen.
  • Der Kaffeeboom des 19. Jahrhunderts dauerte in der Region bis ca. 1880, dann gingen fast alle „Kaffeebarone“ Pleite.
  • Die Nachfolger, wie z.B. Robertos Großvater, setzten auf Milchwirtschaft, weil der Boden intensive Landwirtschaft nicht mehr zuließ.
  • Die Erträge der Milchwirtschaft gehen zurück. Der neue Trend heißt extensive Viehwirtschaft zur Fleischproduktion.
  • Es gibt immer mehr Bodenerosionen in der Gegend und die Dürreperioden werden immer länger.
  • Roberto hatte von seiner Mutter ca. 300 Hektar Land geerbt, dass nie wirklich gerodet wurde, dank seiner schwer zugänglichen Lage.
  • Sein Projekt, das auf der Globalgiving Webseite steht, beschäftigt sich mit seinem Stück Regenwald, den er weiter bepflanzt.
  • Er versucht, die Bedeutung des Regenwaldes für die Region durch Vorträge und Führungen durch seinen Wald vielen Menschen zu vermitteln.
  • Er will Kaffee in seinem Regenwald – im Schatten der Bäume – anbauen.
  • Er will Kleinbauern einen bewässerten Gemüsegarten (siehe zum Konzept die Webseite von http://www.agenciamandalla.org.br finanzieren und bauen, damit sie sehen, dass man auch im Einklang mit der Natur arbeiten und leben kann.
  • Die Gärten liegen ihm auch deshalb besonders am Herzen, weil man mit „Philosophie“ keinen gewinnen könne. Die Menschen müssten einen ökonomischen Vorteil haben, wenn sie im Einklang mit der Natur wirtschaften sollen.
Nach dem Überblick wollten wir nun endlich seinen Regenwald besuchen. Das Wetter hatte sich jedoch komplett geändert: Regen, schlechte Sicht, eher Novemberstimmung als Dürreperiode. Mit seinem Lada ging es los und jetzt hatten wir zum ersten Mal ein mulmiges Gefühl in der Bauchregion. Der Pfad war  glitschig und steil, der Motor jaulte immer wieder auf, die Lenkbewegungen des Fahrers waren hektisch und die steilen Abhänge auf unserer Seite bedrohlich. Der Regenwald selber war düster und beeindruckend.

Wir hatten von einem Paar gehört, dass zur eigenen Hochzeit mehrere hundert Bäume gespendet hatte. Die wollten wir sehen, was aber leider nicht möglich war. Seine beiden Arbeiter würden die Setzlinge immer so schnell in dem riesigen Areal (300 Hektar) verteilen, da könne er nicht mehr sagen, wo die Bäume stünden. Er könne uns aber zeigen, wo er acht Eichen aus Frankreich angepflanzt hätte.

Ein Interview mit Roberto musste wegen stärker einsetzendem Regen abgebrochen werden. Zu unserem Entsetzen verteilte Roberto in seiner Hektik auch noch unsere Kameraausrüstung auf dem nassen Waldboden. Wir mussten sofort zurück ins Hotel, um die Ausrüstung zu retten. Nichts ist schädlicher als Sand und Feuchtigkeit. Am gleichen Abend erfuhren wir, dass die für den 1. Mai vorgesehene Besuchsgruppe wegen des Regens abgesagt hatte.

Der geneigte Leser wird sich fragen, wo denn nun Helcione bleibt. Für uns war er so etwas wie ein Retter. Denn, was kann man über ein Projekt sagen, das darin besteht, den eigenen Wald aufzuforsten. Wie kann man eine ökologische Erziehungsarbeit filmen, wenn die Besucher nicht da sind. Und Kaffeepflanzen von ca. 20 Zentimeter Größe belegen auch noch nicht, dass eine ökologisch angepasste Kaffeeproduktion im Regenwald möglich ist.


Helcione mit Maria

Helcione mit Lebensgefärtin Maria

Helcione ist ein ehemaliger landloser Bauer, der seine erste Chance bereits erhalten hatte. Vor zwanzig Jahren hatte ein linksgerichteter Politiker dafür gesorgt, dass das Land einer Pleite gegangenen Facienda unter 64 landlosen Bauern verteilt wurde. Nach Aussage von Roberto Lamego schafften es die Kleinbauern nicht, von dem Land zu leben. Viele wohnen nur dort und müssen in die Stadt zum Arbeiten. Helcione bestreitet seinen Lebensunterhalt als Bauarbeiter in Valenca.

Wir besuchen Helcione zuhause. Irgendwie hatten wir gehofft, jetzt eine kleine Oase vorzufinden, so euphorisch hatte Roberto über das Gemüsegartenkonzept geschwärmt. Doch auch hier wieder die Ernüchterung: Von den „bewässerten Gemüsegärten“ existiert im Moment ein Zaun und ein Erdloch von ca. 3 Meter Tiefe und 8 Meter Durchmesser. Helcione hofft, als Bio Bauer auf dem örtlichen Markt  bald Gemüse verkaufen zu können. Wir wollen nicht schwarz malen, aber wir können nur das dokumentieren, was da ist und das ist im Moment mehr Hoffnung als Realität.

Helcione vor dem Erdloch

Helcione mit Roberto vor Erdloch, das einmal ein Fischteich werden soll und zudem den übrigen Garten bewässern soll.





 Wir sind dann jetzt mal kurz im Regenwald ...

Trees and Education Protect Rainforest in Brazil
 
http://www.globalgiving.com/1911



29. April 2008 

Alternatives to Youth Drug Traffic Involvement

http://www.globalgiving.com/1810


Paolas Welt


Sieben Jahre ist sie alt, ihr jüngerer Bruder Guilherme erst 5. Sie selbst weiß genau, wie das hier in der Favela so läuft und zeigt uns stolz einen Baum mit besonders vielen Affen und eine Wiese mit großen blauen Schmetterlingen. Aber am liebsten geht sie zu Charles, dem Sozialarbeiter vom Zentrum Julio Otoni.

Charles ist ihr Freund und bringt ihr viele Sachen bei, die sie nicht kennt. Sie mag den Tanzunterricht, sie lernt auch gerne Computer und Englisch. Zum Abschluss sitzen sie immer zusammen und essen Früchte. Das ist zu Hause nicht so, sie haben ja nur das Sofa und alle sitzen dann zusammen, um Fernsehen zu gucken und Chips oder Kekse zu essen. Bei Charles und ihren Freundinnen ist sie lieber als zu Hause, denn ihre Eltern streiten sich ständig. Charles will mit ihrer Mutter sprechen, denn Paola möchte so gerne Capoeira lernen, eine Art Selbstverteidigungstanz. Ihre beste Freundin macht das schon ganz klasse.

Heute zieht sie um und vermisst jetzt schon ihren Papa, ihre Eltern haben sich endgültig getrennt. Ein wenig freut sie sich, denn sie zieht in das größere Haus ihrer Tante und dann kann sie mit ihrer Cousine Stefanie spielen. Bald haben auch sie ein eigenes Haus, das wird auf dem Dach vom Haus der Tante gebaut. Sie weiß, wie das geht, weil hier überall Leute so bauen.




28. April 2008

Two shotguns and a View

Kriminalität in den Favelas

Am Tag unserer Ankunft in Rio waren 11 Drogendealer bei einer Polizeiaktion erschossen worden. Jeder Brasilianer kann zudem eine Geschichte erzählen, in der Drogenbarone mit brutaler Gewalt für Ordnung in „Ihren“ Favelas sorgen und „ungerechtes“ Verhalten Einzelner unter dem Beifall der Bewohner öffentlich bestrafen.  

Wir waren bisher in drei Favelas – tagsüber – und wir fühlten uns sicher. Mit Marcio filmten wir in einer Favela in Niterio und mit Christiane in ihrer Favela oberhalb der Copacabana. Hier fielen uns lediglich eine Gruppe Polizisten auf, die mit Maschinenpistolen „Wache“ standen. Am Donnerstag schließlich filmten wir in einer kleinen Favela im Stadtteil Santa Theresa. Wir fingen an, die Horrorgeschichten über die Drogenbosse als Übertreibung anzusehen. Bis Christiane einen Termin platzen ließ und uns telefonisch mitteilte, dass es eine Schießerei in ihrer Favela gegeben hätte und sie sich noch nicht auf die Straße trauen würde. Also doch: Die Macht der Gewalt in den Elendsvierteln ist real.

Am Samstagabend besuchten wir mit dem Sozialarbeiter Charles die Favela „Prazeres“. Von dort oben hat man einen beeindruckenden Ausblick auf das glitzernde Häusermeer der Metropole und auch sonst wirkte alles friedlich. An einem Kiosk wurde Bier getrunken, geschwatzt und gelacht. In einer Turnhalle mit Maschendraht als „Fenster“ übte eine Gruppe Jugendlicher einen Formationstanz. Und da saßen an drei Tischen, von denen man den besten Blick auf Rio hatte, Jugendliche in ihren Fußballtrikots. So weit, so gut.

Nur, dass einer von ihnen ein Sturmgewehr umgehängt hatte, ein anderer sich lässig auf seine abgesägte Schrottflinte stützte. Am Nebentisch eine andere Gruppe Jugendlicher, von denen einer scheinbar gedankenverloren an seiner Pistole herumfingerte. Dazwischen liefen Kinder herum, Ältere kamen vorbei, grüßten, gingen weiter, um ein weiteres Bier zu holen. Charles erklärte uns, dass die Waffenträger nur die Hilfstruppen der Bosse seien. Sie sind dafür verantwortlich, dass die alltäglichen Drogengeschäfte hier „sicher“ abgewickelt werden. Ein Journalist, der eine Übergabe heimlich filmte, ist kürzlich zerstückelt wiedergefunden worden.

Wir waren irritiert und eingeschüchtert. Und wir begannen zu begreifen: In den Favelas ist Gewalt so normal wie kaltes Bier, ist der Terror zwischen Polizei, Drogendealern und Gangstern untereinander Alltag. Es ist schlimmer als in den „Horrorgeschichten“. Es ist die Gewöhnung an den Terror, das Akzeptieren der ständigen Bedrohung, die Demonstration, dass Dein Leben sofort vorbei ist, wenn es einem durchgeknallten Crackdealer gefällt.





26. April 2008

Kriminalität in den Touristenvierteln

Rio, eine Metropole von über 10 Millionen Einwohnern, ist auch eine Metropole der Kriminalität. Die Angst vor der Kriminalität hat sich in der Architektur der besseren Viertel verewigt. Kein Haus ohne Mauern, ohne Zäune, kein modernes Gebäude ohne Videoüberwachung, Bewegungsmelder, etc. Die Bilder von abgesperrten Straßenzügen haben etwas von einem „offenen Vollzug“. Für uns erscheint es so, als ob die Angst ein freiwilliges Einsperren schafft.

Und natürlich gibt es die Kriminalität, die das Unwissen, die Unerfahrenheit der Touristen ausnutzt. Dazu ein kleine Erlebnis:  Wir gingen gerade die Promenade an der Copacabana entlang, als ein Mann auf Petras Turnschuhe deutete oder zeigte er auf meine – ich weiß es nicht mehr, wir waren nur überrascht. Auf jeden Fall rief er etwas wie „Shit“ und wir sahen eine ekelige gelbliche Flüssigkeit auf dem linken Schuh von Petra. Ohne dass wir noch reagieren konnten, begann er seine „Arbeit“. Wie zufällig hatte er alle Utensilien dabei, um den Schuh zu reinigen und - welch ein Zufall - ein zweiter Mann verlangte für die „spontan“ gezeigte Hilfe 20 Real (fast 10 Euro). Wir zahlten unter Protest 5 Real und hatten wieder eine Lektion bekommen, wie man als Tourist clever und mit viel Bedacht überrumpelt und abgezogen wird. Im Übrigen verlangt ein guter, hart arbeitender Schuhputzer 2 Real für seine Arbeit.

Das wirklich Gemeine dabei ist, dass wir in Zukunft wohl bei jeder spontanen Reaktion eines Einheimischen sofort vermuten, dass wieder ein Trick im Spiel ist, um uns um einige Real zu erleichtern. Andererseits ist es verständlich, dass die verheerende Armut jede Menge Trickbetrüger hervorbringt. In Deutschland findet man eben eher die Typen der „Gebrauchtwagenverkäufer“, der Internetbetrüger, der Telefonabzocker…


25. April 2008

Es muss nicht alles Barbie sein

 

In der Finanzwelt galt es lange als dernière crie, Anlagen in so genannten BRIC–Staaten zu empfehlen. Dahinter verbargen sich die beiden "ehemaligen" kommunistischen Staaten China und Russland, aber auch die beiden sog. Schwellenländer Indien und Brasilien. Ich kann ja nachvollziehen, dass die beiden kommunistischen Regimes zusammenpassen, aber was verbindet denn Brasilien mit Indien? Nein, wir werden die Logik der Finanzexperten wohl nie verstehen, zwei so unterschiedliche Gesellschaften in einen Topf zu werfen. Nur ein kleines Beispiel. Schauen Sie sich die Strandbilder an. 


                                        

 Indien, Tamil Nadu 2008                                           Brasilien, Rio de Janeiro 2008

Es geht nicht um einen Textilnotstand in Brasilien, es geht um eine völlig unterschiedliche Körperkultur. Es geht um die Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit, mit der hier in Brasilien der Körper zur Schau gestellt wird. Das gilt eben nicht nur für Frauen, die den gerade geltenden Schönheitsidealen entsprechen. Es gilt für alle: Vom kleinen Mädchen bis hin zum Rentner. Alle zeigen mit großer Selbstverständlichkeit ihre Formen, egal wie ausufernd sie sein mögen. Wie kontrovers man über die Ästhetik dabei denken kann, es wird präsentiert. Dabei gibt es nicht die „Englische-Garten-Nacktheit", nein, es gibt immer noch Textilreste. Man könnte jetzt das Klima als Grund für solche Freizügigkeit anführen, aber in Indien, bzw. in sehr großen Teilen des Subkontinentes herrschen vergleichbare klimatische Gegebenheiten, ohne dass der Kleidungsstil auch nur in Ansätzen vergleichbar wäre. Die Inderinnen, die wir kennengelernt haben, gehen vollständig bekleidet "schwimmen". Ein Inder würde jetzt die allgegenwärtige Schamhaftigkeit seiner Landsleute und die generelle Tugendhaftigkeit der Frauen ins Feld führen, um solche Exzesse der Körperlichkeit in Brasilien abzulehnen.

Wir wollen nicht beurteilen, werten oder verurteilen. Wir wollen vielleicht ein wenig kalauern, was Schwellenländer jetzt heißen soll und welche Schwellen überschritten werden: Die des guten Geschmacks oder des Anstandes? Wir sind staunende Beobachter der unterschiedlichen Phänomene, interessierte Betrachter des unterschiedlichen weiblichen Rollenverständnisses. Aber ein bisschen Sympathie für den „brazilian way of fashion“ darf schon sein.

Das Gute dabei ist, dass es sich um Dinge handelt, die mal nicht durch die kulturelle Dominanz der USA und Europas diktiert werden. Was hier in Rio ein völlig normaler Kleidungsstil ist, wäre in Deutschland ein „Geht gar nicht“ und würde die Trägerin zum Tuschelthema des Abends machen.

Die brasilianische Körperkultur fordert ihren Tribut: Sehr viel Geld fließt in Schönheitssalons, Kosmetik und plastische Chirurgie. Aber eine solche Aufrüstung ist uns allemal lieber als Geld in Atom-U-Boote zu stecken. 


22. April 2008

 
Die Mutter der Mütter?

Bei unserem Interview mit Vera Cordeiro gab es einen intensiven Moment. Weil Muttertag vor der Tür steht, hatten wir sie gefragt, ob sie die Mutter der Favelamütter sei? Diese Frage rührte sie und unter Tränen erzählte sie uns warum: An einem Tag als sie ihre eigenen Kinder mit Fieber zu Hause zurück gelassen hatte, um im Krankenhaus zu arbeiten, nannte sie eine Patientin die „Mutter der Straße“. Vera ist sich bewusst, dass sie nie eine „normale Mutter“ war und einen persönlich hohen Preis für ihre Arbeit zahlt. Aber sie würde es immer wieder machen.

Marcio und Lenora vom „Musikprojekt“ www.espacoculturaldagrota.org.br haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Marcio hatte z.B. immer seine eigene Mutter kritisiert, die Favelakinder kostenlos unterrichtete. Heute kritisieren ihn und seine Frau Lenora ihre vier Töchter für ihr zeitintensives Engagement. Die Kritik seiner Töchter versteht Marcio gut und empfindet sie als gerechtes „Pay-back“.

Uns stimmen die persönlichen Erfahrungen der Projektleiter nachdenklich. Geht es immer auf Kosten der eigenen Familie, wenn man fremden Kindern hilft? Passt die professionelle Identität - ob als Ärztin, Lehrer oder Manager - nicht mit der privaten Identität als Mutter/Vater zusammen? Vielleicht ist es gut, dass es die perfekten Menschen nicht gibt, vielleicht braucht man die Erfahrung des Scheiterns, um verständnisvoll und emphatisch zu reagieren. Auch diese Form von Transparenz und Offenheit finden wir sehr sympathisch.

 




21. April 2008

www.globalgiving.com/651

Krankheitsursache  ARMUT

Christiane lebte mit ihren vier Kindern in einem Verschlag in einer Favela keine 600 Meter Luftlinie von der berühmten Copacabana entfernt. Lebensumstände, die nichts mit der Glitzerwelt des Touristenmagneten zu tun haben. Das Photo links (wir haben es am Freitag im Nachbarhaus aufgenommen) zeigt den allgegenwärtigen Schimmel an den Wänden der dunklen, feuchten Wohnungen der Favelas.


                                     

 

Kein Wunder, dass Christianes Zwillinge Lais und Laura ständig krank waren und an Lungenentzündungen und Allergien litten – typische Krankheiten der Favelakinder. Besonders schwer traf es Lais, damals 4 Jahre alt, die immer wieder ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Fünf verschiedene Kliniken, niemand konnte helfen. Die sechste Station war das „Hospital da Lagoa“.

 

                                     

 

Hier treffen sie auf Vera Cordeiro. Die Ärztin hatte bei ihrer Arbeit auf der Kinderstation festgestellt, dass viele Kinder mit bestimmten Krankheiten immer wieder eingeliefert, behandelt, entlassen und wieder eingeliefert wurden. Statt vor diesem scheinbar unentrinnbaren Kreislauf zu kapitulieren, entwickelte sie einen konkreten Aktionsplan für betroffene Familien. Christiane nahm mit ihren Zwillingen daran teil.

                                      

 

Sie erhielt eine umfassende medizinische Betreuung mit Ernährungsberatung, psychologischer Hilfe, Bereitstellung von Lebensmitteln und Medikamenten. 

                                       

 

Der Aktionsplan bietet darüber hinaus Qualifizierungskurse für Frauen an, damit sie ein eigenes Einkommen erzielen und unabhängig werden können. Christiane nutzte das komplette Angebot. Heute hat sie ihren eigenen Friseursalon in ihrem Haus.

          

                                       

 

Dank des Projektes hat sich ihre Wohnsituation vollkommen verändert. Das Haus wurde von Grund auf renoviert und auf einen Stand gebracht, der eine nachhaltige Gesundung der Kinder ermöglichte. Christiane kann jetzt zu Hause arbeiten und sich viel besser um die Erziehung ihrer Kinder kümmern, die beide gerne lesen und zur Schule gehen.

 

Mit Hilfe des projekteigenen Rechtsanwaltes besitzt Christiane jetzt einen Personalausweis und damit auch eine Identität.

www.criancarenascer.org.br



20. April 2008

Social Entrepreneur

oder

Vera Cordeiro, die Ärztin mit dem McKinsey-Faktor

www.globalgiving.com/651

Für uns war der Begriff Social Entrepreneur bisher etwa so attraktiv wie Paris Hilton: Eine typische, amerikanische Leerstelle, eine ultimative Stilisierung. Attitüde statt Inhalt, Fassade statt Realität. Sie merken, wir waren von der Idee eines kapitalistischen Wohltäters wenig begeistert.

Und wie immer, wenn man es sich in seinem Weltbild - aus Denkfaulheit und Verliebtheit in die eigenen Vorurteile - schön bequem gemacht hat, stößt einem die Realität auf völlig neue Dinge. Wir machen Erfahrungen, die uns dazu bringen, alte Vorurteile und Glaubenssätze in Frage zu stellen (s. „Social Entrepreneur“ bei Wikipedia).    

Die brasilianische Realität für Kinder aus den Favelas ist, dass ihre Eltern keine Krankenversicherung haben, z. T. für den Staat gar nicht existieren, weil sie keine Papiere besitzen. Wenn solche Kinder krank werden, passiert folgendes: Chronische Krankheiten entwickeln sich und die Kleinen müssen immer wieder ins öffentliche Krankenhaus eingeliefert werden. Ein solcher „Drehtüreffekt“ kann nicht allein medizinisch gelöst werden. Die Ärztin und soziale Unternehmerin Vera Cordeiro erkannte das immense soziale Problem. Ihre Lösung: Spendengelder finanzieren den sog. „Family Action Plan“. Wird das soziale Umfeld des Kindes verbessert, kann es auch gesund werden. Das ist das Credo des Unternehmens „Crianca Renacer“. So eine Organisation von über 100 Freiwilligen und fast 40 hauptberuflichen Mitarbeitern ist in der brasilianischen Gesellschaft nur zu führen, wenn man die Mechanismen der Marktwirtschaft auch beherrscht.

 

 Die Ärztin und Sozialunternehmerin Dr. Vera Cordeiro

Im Projekt hofft und wartet niemand auf den Staat, auf die „Wohltaten“ der Gesellschaft, hier wird konkret geholfen, Perspektiven für die Eltern entwickelt und das alles in einem Prozess, der die Hilfsbedürftigen nicht zu Bettlern degradiert. Dieses Modell wird mittlerweile in über 20 Krankenhäusern in Brasilien erfolgreich angewendet und der Export in andere Länder steht an.

 Link zum Projekt: www.criancarenascer.org.br

Hier weitere Links zum Thema Social Entrepreneur oder Sozialunternehmer: 

www.ashoka.org

 www.avina.net

www.skollfoundation.org

www.globalgiving.com

 www.betterplace.de


14. April 2008

Dengue, Tur-Turs Bruder?

Seitdem wir hier in Rio sind, erleben wir das „Hier-nicht-aber-im-Süden-Norden-woanders-Phänomen“. Es geht um die Dengue Fieber Epidemie, die es sogar bis in die Nachrichtensendungen des Deutschen Fernsehens gebracht hatte. Gleich am Flughafen meinte der Taxifahrer: “Nein, hier gibt es kein Dengue, aber ja, im Norden da ist es sehr verbreitet“. In diesem Sinne ging es weiter. In dem Stadtteil, in dem wir gerade filmen, gibt es seit unserem Erscheinen keine Epidemie, „aber sie wissen schon…“. Ist die Dengue Epidemie wie der Scheinriese Tur-Tur aus der Augsburger Puppenkiste, der ja immer kleiner wurde je näher man ihm kam? Oder ist es vielleicht nur ein Thema, das im Moment von politisch interessierter Seite gepuscht wird, wie ein Arzt meinte. Konkret beschuldigen sich Zentralregierung und die Stadtregierung gegenseitig, längst überfällige Hygienemaßnahmen nicht getroffen zu haben.

Tatsache ist, dass in den letzten Monaten mehr Menschen an dem Fieber gestorben sind, als in den letzten Jahren. Tatsache ist auch, dass es vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien trifft. 

Wir werden ab Dienstag ein Projekt besuchen, das sich gerade mit der Betreuung kranker Kinder und deren Mütter aus den Favelas befasst. Hier werden wir sicherlich mehr und bessere Informationen zur Dengue Epidemie bekommen. 

 Bringing Family Together Through Education http://www.globalgiving.com/651


13. April 2008

Music Brings Hope and Opportunity to Youth in Rio

http://www.globalgiving.com/1689

„Bamba“ - eine Frau mit großem Herz

Wir wollen sehen, wie und wo Louis Carlos lebt und besuchen ihn im Haus seiner Tante, genannt „Bamba“. Und schon sind wir mitten in einer dieser Familiengeschichten, die mit ein Grund dafür sind, dass sich Elend und Chancenlosigkeit über Generationen zu „vererben“ scheinen.

Bamba, heute 45 Jahre alt, muss als allein stehende Mutter ihre vier Kinder mit Gelegenheitsjobs durchbringen. Erst mit 38 bekommt sie Papiere, wird „offiziell“ und darf überhaupt erst legal arbeiten. Aber wie in vielen Ländern der Dritten Welt bleibt ihr als Frau nur ein schlecht bezahlter Putzjob in einem Haushalt.

Louis Carlos, Louis Ricardo und „Bamba“ (v.l.n.r.)

Ihr Bruder, der selber sechs Kinder zu versorgen hat und schon immer mit seiner Alkoholsucht zu kämpfen hatte, stürzt völlig ab, als seine Frau ihn und die Kinder von einem Tag auf den anderen verlässt. Jetzt trinkt er nur noch und die kleinen Kinder bleiben sich selbst überlassen.

So weit ist es nur eine weitere Leidensgeschichte, ein Protokoll des Scheiterns. In einem solchen Szenario scheint die Rolle für den kleinen Louis Carlos vorgegeben. Sein Leben beginnt gleich mit einem fast uneinholbaren Rückstand im Vergleich zu seinen Altersgenossen aus der Mittelschicht.

Bamba kann nicht länger zuschauen und übernimmt die Verantwortung. Mit ihrem geringen Gehalt ernährt sie nicht nur ihre eigene Familie, sondern auch die Kinder ihres Bruders. Und sie nimmt den kleinen Louis Carlos wie ein eigenes Kind bei sich auf. Eine bewundernswerte Frau, die sich trotz Armut ein großes Herz „leistet“ und Louis Carlos die Chance eröffnet, dem Schicksal seines Vaters zu entkommen.


12. April 2008

Music Brings Hope and Opportunity to Youth in Rio

http://www.globalgiving.com/1689

Ein musikalisches Ying und Yang

Seit Dienstag, dem 8.4.08 filmen wir das Projekt „Music Brings Hope and Opportunity to Youth in Rio“ von Lenora und Marcio. Bei unseren Recherchen sind wir immer nur auf Marcio gestoßen, so war er in den verschiedenen Publikationen und Videos die Person, die als Projektleiter in Erscheinung trat. Aber eigentlich ist das Orchester de Cordas da Grota ohne Marcios Frau Lenora ganz unmöglich. Die beiden sind, wie die Bunte sagen würde, ein „Power Paar“. Die Tatsache, dass beide vier Töchter haben und gleichzeitig berufstätig sind und das Projekt nun seit 15 Jahren leiten, ist bemerkenswert. Sie haben einen Studienaufenthalt in den USA hinter sich und vielleicht muss man über den Tellerrand geschaut haben, um vor Ort im „Kleinen“ aktiv zu werden. 

Erste Reihe (v.l.n.r.) Marcio Selles, Louis Carlos und Lenora Mendes

Aber das ist noch nicht das Besondere. Das Besondere ist das Ying und Yang der Beziehung, das Trennende und die tiefe gemeinsame Übereinstimmung, die beide ganz selbstverständlich ausstrahlen, was uns fasziniert. Konkret: Marcio bringt es mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit fertig, uns beim ersten Treffen fast zwei Stunden warten zu lassen. Lenora wiederum gelingt es, uns Deutsche, die kurz vor der Explosion stehen, zu beruhigen und ein wirkliches Gespräch zu beginnen, obwohl die Fahrweise von Marcio und der Verkehr in Rio das nicht erwarten lassen. Kurze Zeit später hat uns allerdings auch Marcio mit seinem Humor (er lacht besonders gern über sich) und seiner ansteckenden Begeisterung für die Musik eingenommen.

Es sind gerade nicht die üblichen Rollenklischees, die die beiden bedienen. Es ist das klar strukturierte, analytische der kleinen, zierlichen Lenora. Es ist das feinfühlige, emphatische von Marcio. Es ist die Selbstverständlichkeit mit der Lenora Marcio den Platz schafft, den er braucht, um in seiner Musik aufgehen zu können. Es ist das Wissen von Marcio, daß er Lenora braucht, um so (auch chaotisch) kreativ arbeiten zu können. In dieser Kombination ein Segen für das Projekt. Hut ab vor Ihrem Engagement.

Für weitere Informationen s. www.reciclarte.org.br



11. April 2008

Music Brings Hope and Opportunity to Youth in Rio

http://www.globalgiving.com/1689


Unser erster Besuch




Am 8.4.08 besuchten wir das Musikprojekt  „Music Brings Hope and Opportunity to Youth in Rio“ in Niteroi, einem Stadtteil von Rio de Janeiro. Im Bild acht der über 200 Kinder und Jugendliche, die hier ein „zweites Zuhause“ gefunden haben.





Die Geschichte des kleinen 11jährigen Louis Carlos, der hier mit einer Ukulele übt, hat uns besonders berührt. Über ihn werden wir in den nächsten Tagen mehr erzählen…



Wir sind vom 3. April bis zum 15. Mai in Brasilien und werden über folgende Hilfsprojekte berichten:

Music Brings Hope and Opportunity to Youth in Rio
http://www.globalgiving.com/1689
 
Bringing Family Together Through Education
http://www.globalgiving.com/651

Alternatives to Youth Drug Traffic Involvement
http://www.globalgiving.com/1810

Trees and Education Protect Rainforest in Brazil
http://www.globalgiving.com/1911